Historie in Worten

1922-1952

Die ersten Anfänge des DJK Sportvereins Adler Dellbrück e. V. reichen in das Jahr 1919, als Jugendliche der Kath. Pfarrgemeinde St. Josef sich unter dem Protektorat von Kaplan Fuchs innerhalb des K. J. V. Köln-Dellbrück Kath. Jünglingsvereins zu einer Sportgemeinschaft zusammenschlossen und das von den Englischen Besatzern mitgebrachte Schlagballspiel einführten. Im Sommer wurde außerdem Leichtathletik betrieben im Winter Fußball gespielt. In diesen Zeiten, kurz nach dem ersten Weltkrieg war es noch lange keine Selbstverständlichkeit, dass Sport geübt wurde. So besaßen beispielsweise die meisten nur dann "Fußballschuhe ", wenn sie es vermocht hatten, ausgediente hohe Winterschuhe o. a. zu Hause als unbrauchbar zu deklarieren und an die Seite zu schaffen.

Am Palmsonntag des Jahres 1922, dem 9. April, wurde der Adler als Sportverein von den Mitgliedern des o. g. Jünglingsvereins gegründet und von Anfang an der im Jahre 1920 gegründeten DJK (Deutsche Jugendkraft) angeschlossen.
Gründungsmitglieder waren: Peter Herkenrath (gleichzeitig erster Vorsitzender) Josef Weiß, Jakob Dürscheid, Josef Blank, Karl Kappel, Heinrich Keppel-Kreuz, Bernhard Meinen, Willi Neu, Heinrich Vosen und Theo Weyer.
Den Namen "Adler" "erfand" Josef Weiß.

So wurde im Schlagball im Jahre 1925 nach Erfolgen gegen Bartholomäus Nippes und andere spielstarke Mannschaften im Endspiel gegen den schon damals exklusiven Sportclub Marienburg, den haushohen Favoriten, die Schenkenhaff-Medaille errungen, ein Triumph, den man heute mit einer Westdeutschen-Pokal-Meisterschaft vergleichen könnte. Im gleichen Jahr wurde von der Jugend ebenfalls diese begehrte Medaille nach Dellbrück geholt.
Wenige Jahre später wurde von der inzwischen gegründeten Handballmannschaft ein 3. Platz bei den Westdeutschen Feldhandballmeisterschaften errungen. Ein Tambourcorps gehörte ebenfalls zum Sportverein DJK Adler Dellbrück.
Man kann heute nur mit Erstaunen feststellen, in welcher Breite schon vor über 90 Jahren Sport betrieben wurde. So zählte der DJK ADLER schon 150 Mitglieder um das Jahr 1925, als der in Dellbrück allseits beliebte Pfarrer Milde Präses war und dem zu Ehren in den fünfziger und sechziger Jahren der "Pfarrer-Milde-Gedächtnispokal" ausgespielt wurde. Außerdem existierten neben dem Adler der damals noch nicht so berühmte SC Preußen Dellbrück, der TV Dellbrück, ein Sportverein in Strunden, der freie Arbeitersport (SPD), der Kommunistensport sowie die freie Turnerschaft.
Ende der zwanziger Jahre lagen auf der Hardt am Bensberger Marktweg drei Sportplätze nebeneinander, u. a. der des Adler und des freien Arbeitersports. Zuvor besaß der DJK einen Sportplatz an der Ecke Bensberger Marktweg / Mielenforster Straße. Begonnen hatte man 1922 auf einem Sportgelände an der Ecke Bensberger Marktweg / Grafenmühlenweg
Nach der Wirtschaftskrise Anfang der Dreißiger arbeiteten die damaligen Mitglieder des ADLER geschlossen im FAD - Freiwilligen Arbeitsdienst, dessen Mitbegründer Herr Direktor Kuttenkeuler war, und der als Anteil zur Steuerung der Arbeitslosigkeit im Rahmen des Arbeitslosenhilfswerk der Kath. Jugend von Köln Kinderspielplätze und Grünanlagen, besonders im Gebiet der heutigen St. Norbert-Kirche, errichtete. Auch der Sportplatz an der Hardt wurde vom Freiwilligen Arbeitsdienst gebaut. In diese Zeit fiel auch die Übernahme eines ausrangierten Reichsbahnwaggons, der unter dem Jubel der Bevölkerung im Umzug über die Hauptstraße zur Hardt gezogen wurde und dort zur Umkleidebude umgebaut wurde.
Als im Jahre 1936 der DJK-Dachverband zwangsweise von der SA aufgelöst wurde, hatte auch für den DJK SV ADLER Dellbrück die (vorläufig) letzte Stunde geschlagen. Im Katholischen Gesellenhaus wurden von dem damaligen Präses, Kaplan Dr. Hofmann, sowie einigen wenigen ADLER-Mitgliedern sämtliche Unterlagen vernichtet, da die SA großangelegte Jagden auf alle konfessionell gebundenen Sport- und sonstigen Vereine veranstaltete.

Damit war das 1. Kapitel des DEUTSCHE JUGENDKRAFT SPORTVEREIN ADLER DELLBRÜCK abgeschlossen.

1949-1956

Der Wiederbeginn nach dem Kriege vollzog sich, wie so vieles, erst allmählich, da nah zu alle ehemaligen Mitglieder auch Kriegsteilnehmer gewesen waren. So wurden 1949 durch die Tischtennisjugendmannschaft der Kath. Pfarrgemeinde St. Josef die ersten sportlichen Aktivitäten wieder aufgenommen.
In den ersten Jahren wurde Fußball gespielt, später kamen Leichtathletik, Gymnastik, Briefmarkengilde, zeitweise Rugby. Von sich reden machte in dieser Zeit jedoch die Tischtennisabteilung. Die Jugendmannschaft wurde 1949 Stadtmeister. Hans Schuster wurde 1957 Kreismeister im Herren-Einzel und mit seinem Partner Uwe Silberbach im Doppel.
Am 15. Oktober 1952 der DJK SV ADLER Dellbrück 1922 e. V. wieder offiziell als Sportverein seinen angestammten Platz im Dellbrücker Raum einnehmen konnte.
Der erste Vorsitzende nach dem Krieg war Dr. Huppertz, der später von Dr. Perger abgelöst wurde.
Bedingt durch die relativ späte Konstituierung des SV ADLER - seit August 1945 spielte beispielsweise Preußen Dellbrück wieder - wurde der Verein anfangs in die 2. Kreisklasse, der damals niedrigsten Spielklasse, eingestuft. Bei der Einführung einer weiteren Spielklasse wurde aus der 2. sogar die 3. Kreisklasse und somit für einige Jahre zur sportlichen Heimat.
Spieltrainer und Mannschaftsführer der 1. Fußballmannschaft war Otto Schumacher (Mitglied des Dellbrücker Bürgervereins); Betreuer der Mannschaft war Hermann Ringelstein.
Der große Bruder des SV ADLER, die Dellbrücker Preußen, die gerade in jenen Tagen ihre größten sportlichen Triumphe errungen hatten, ließ die DJK für die Fußballjugend kaum als attraktive Alternative erscheinen. So fristete man in Bezug auf Größenordnung und Schlagkräftigkeit ein eher kümmerliches Dasein, bis 1957 mit der Fusion Preußen/Rapid zur Viktoria das Jahr der entscheidenden Wende kam.
Von dort an war im SV ADLER ein Mann für Aufstieg, Entwicklung, für den ADLER schlechthin bestimmend: Willi Hölzgen, heute Ehrenmitglied des Vereins. Er wechselte zusammen mit Günter Heider und Otto Wasser als erster von den Preußen zum ADLER und bildete mit den letztgenannten den Startpunkt einer Entwicklung.

Sportlicher Weg von 1956-1973

Nach Wiederaufnahme des Spielbetriebes, man musste von unten beginnen. In der Spielzeit 1956/57 gelang der Aufstieg in die 2. Kreisklasse. Man blieb zwei Jahre in dieser Klasse und schaffte 1958/59 den Aufstieg in die 1. Kreisklasse.
Nach der Fusion Preußen Dellbrück mit Rapid Köln zum SC Viktoria 04 Köln im Jahre 1957, wurde ADLER Dellbrück für viele Fußballer aus dem Raum Dellbrück - Holweide zur neuen Heimat. Zunächst konnte die 1. Mannschaft kein Kapital daraus ziehen, man hatte Mühe in der 1. Kreisklasse zu bleiben.
In der Spielzeit 1960/61 gelang der große Wurf. Mit fünf Punkten Vorsprung wurde die 1. Mannschaft Meister und stieg in die Bezirksklasse auf. Der Verein, im Begriff sich zu erweitern, in vielen Sparten wurde Sport getrieben, war leider nicht in der Lage die Voraussetzungen zu schaffen, die ein erfolgreiches Spielen in der Bezirksklasse hätten garantieren können. Es war ein einjähriges Gastspiel in der Bezirksklasse, der Abstieg war nicht zu vermeiden.
Nur ein Jahr in der 1. Kreisklasse genügte nach Abschluss der Meisterschaftsspiele stand die 1. Mannschaft auf dem 2. Platz. Dieser Erfolg brachte unsere Mannschaft in eine Aufstiegsrunde, die es in sich hatte. In sportlich großartigen Kämpfen schafften unsere Spieler den Wiederaufstieg.
Der Start in der neuen Spielklasse war großartig, nach Abschluss der1. Serie hatte unsere 1. Mannschaft einen Spitzenplatz. In der 2. Serie ließ man es gemächlich angehen und geriet noch in Abstiegsgefahr. Die 1. Mannschaft bäumte sich nochmal auf, der Klassenverbleib war gesichert.
Die Fußballabteilung war in ihrer Breite stärker geworden. Es spielten in der Spielzeit 1964/65 4 Mannschaften um Punkte auf dem neuen Sportgelände am Thurner Kamp. Doch die Spitzenmannschaft des Vereins verlor an Schlagkraft. Es wäre notwendig gewesen, die 1. Mannschaft für ihre Spiele in der Bezirksklasse zu verstärken. Ohne die nötigen Verstärkungen musste wieder der Abstieg in Kauf genommen werden.
Seit 1965 spielt nun unsere 1. Mannschaft in der 1. Kreisklasse. Nach dem Abstieg begann ein Neuaufbau, junge Spieler wurden eingebaut. Die 1. Mannschaft musste hart um den Verbleib in der 1. Kreisklasse kämpfen. Es wurde geschafft! Im Spieljahr 1966/67 belegte die 1. Mannschaft einen gesicherten Mittelplatz.
Für die Saison 1967/68 bekam die 1. Mannschaft die dringend nötigen Verstärkungen. Nach einem Jahr des Einspielens trat die 1. Mannschaft wieder zum Kampf um den Aufstieg an.
Einen sportlichen Höhepunkt erlebte unsere 1. Mannschaft im Kampf um den DFB-Pokal des Jahres 1969. Man besiegte Verbands- und Landesligamannschaften im großen Stil. Erreichte das Endspiel um den Kölner Kreispokal und musste sich gegen eine Verbandsligamannschaft knapp geschlagen geben.
1973 gelang der ersehnte Aufstieg in die Bezirksliga.
Verdienste um die 1. Mannschaft erwarben sich seit 1956 die Fußballabteilungsleiter Willi Röhrig, Ernst Held, Werner Großmann, Willi Hölzgen, Peter Paffrath und Willi Risto.
Die Trainingsleitung lag von 1956-59 in Händen von W. Hölzgen in der Endphase der Spielzeit 1958/59 wirkungsvoll unterstützt von Peter Hoppe. In der Spielzeit 1959/60 übernahm zunächst Peter Röhrig später dann Willi Risto die Trainingsregie. Ab September 1960 bis September 1961 trainierte wieder W. Hölzgen. Hans Kessler leitete das Training von September 1961 bis Mai 1963. Willi Hölzgen übernahm wieder die Trainingsleitung bis Juni 1971. Es folgte für ein Jahr Andreas Brünn.

1974 bis 1982

Nach der Ära Sprave und guten Erfolgen in der Bezirksliga, traf uns im Jahre 1975 das Missgeschick, wir stiegen ab in die 1. Kreisliga. Der Abstieg war kein Untergang im Sport. Mit neuem Trainer (Adi Roth) gelang in überlegener Manier sofort wieder der Aufstieg.
Auch sonst regte sich das Leben im Club. Das erste weibliche Wesen, Doris Klare belegte den Kurs für Fußballschiedsrichter und bestand die Prüfung glänzend.
Die Clubheimplanung macht die ersten sichtbaren Fortschritte. Die offiziellen Anträge auf Sportförderung werden gestellt. Die Baupläne werden der Öffentlichkeit vorgestellt.
Die 3. Mannschaft und die Damengymnastikabteilung feiern ihr 10jähriges Bestehen. Am 11. 7. 1976 kommt es zu der Freundschaftsbegegnung SV Adler Dellbrück gegen Fortuna Köln (2. Bundesliga) - 3:7 auf dem Rasenplatz des Turnverein Dellbrück. Im Rahmen der Dellbrücker Sportwoche 1976 veranstalten die 1. Alten Herren den Volkswandertag durch den "Brücker Forst". Die "Bläck Fööß" gastierten beim SV Adler auf dem Sportplatz.
1976 gibt Hans Odenthal als langjähriger 1. Vorsitzender sein Amt ab. Die Mitgliederversammlung würdigt seine Verdienste um den Verein und wählt ihn zum Ehrenvorsitzenden. Hiernach gibt Herr Große-AIIermann ein kurzes Intermezzo als Vorsitzender. Ihm folgt Dieter Herschel als Vorsitzender und Lenker des Vereins.
In der Spielsaison 1976/ 77 belegte unsere 1. Seniorenmannschaft den 5. Tabellenplatz in der Bezirksklasse. Im Jahre 1977 kommt es zum Trainerwechsel Adi Roth verlässt den Verein, das Training übernimmt Horst Schellenberger.
Der Clubheimbau wird am 7. 5. 1977 begonnen und noch im gleichen Jahr nach dreimonatiger Bauzeit im Rohbau fertiggestellt Einen maßgeblichen Anteil an dieser einmaligen Leistung hatte die 1. Alte-Herren-Mannschaft mit den Spielern: Bertram, Roeger, B. Wasser, Hersehe!, Johann und Jakob Heppekausen, Mund, Jennes, Drost, Klein, Kraus, Schmitz, Meisheit, Mückl und Bauführer Breuer.
Ein fünfklassiger Fußballverein ohne einnahmestarke Abteilungen und finanzkräftigen Gönnern startet ein großes Projekt, welches ihm in den späteren Jahren noch erheblich zu schaffen machen wird.
Das sportliche Geschehen tritt während der Bauphase in den Hintergrund. Die erste Mannschaft spielt mit jungen Talenten mit wechselndem Erfolg. Vorübergehend übernimmt Willibald Schulz das Training.
Am 13. August 1978 ist es dann soweit, der SV Adler Dellbrück zieht in sein Clubheim ein. Über Jahrzehnte musste der Verein auf die notwendige Umkleide- und Duschmöglichkeiten warten. Im Rahmen der Sportwoche, in der die Einweihungsfeierlichkeiten stattfanden, präsentierte sich ein geschlossener und selbstbewusster Fußballverein im Raume Dellbrück.
Die Schlagzeile im Jahre 1979 lautete: Trotz Abstieg in die Kreisliga A kein Ausverkauf bei Adler Dellbrück." Die Gründe sind mannigfaltiger Art. Die Mannschaft wurde radikal verjüngt. Der Trainer Schulz verließ uns nach zweimonatiger Tätigkeit wegen Krankheit. Neuer Trainer wurde der alte Preußen-Spieler Jean Paffrath, welcher sich erst auf den Amateurstatus einstellen musste.
Auch im Vorsitz trat erneut ein Wechsel ein. Seit April 1979 führt den Verein Helmut Breuer.
Die sportliche Seite verbesserte sich durch eine gezielte Jugendarbeit der Herren Ley und Meißner. In dieser Zeit hatte der Verein 450 Mitglieder davon 240 Jugendliche. Gerade die Betreuung der Jugendlichen erfordert ein breites Engagement.
Die Seniorenabteilung kämpft weiter um den Aufstieg. Unter der Leitung von Trainer Hans Zimmermann, welcher Paffrath ablöste, konnte der Aufbau der jungen Mannschaft ausgebaut werden.

1982 bis 1992

Im großen Festzelt beging der S.V. Adler Dellbrück 1922 e.V. am 30.04.1982 sein 60. jähriges Vereinsjubiläum. Ein Festkommers und ein bunter Abend mit dem Besuch des Oberbürgermeisters Norbert Burger rundete; die Festveranstaltung unter der Leitung von Helmut Breuer, ab.
Im sportlichen Bereich trennt sich der S.V. Adler Dellbrück im gleichen Jahr von seinem Trainer Hans Zimmermann. Der II. Vorsitzende Rudolf Bels übernimmt das Training im Seniorenbereich. Der Jugendbereich erhält eine neue Führung mit Uli Meißner und Bernhard Schütz wird Leiter der ersten AR-Mannschaft.
Es gründet sich unter der Leitung von Walter Budig eine Tischtennisseniorengruppe und die Damengymnastikabteilung verzeichnet einen erheblichen Mitgliederzuwachs.
Der Sportverein nimmt erstmalig am Straßenfest in Köln Dellbrück teil.
Die erste Mannschaft belegt in der Saison 82/83 mit 35:25  Punkten den 6. Rang. Im Mittelrheinpokal scheitert die Mannschaft mit 3:1 bei einem Auswärtsspiel an Aachen Forst.
Unter unserem Sportkamerad A. Ley wird eine Damenfußballmannschaft ins Leben gerufen. Die 1984 die Kreismeisterschaft gewinnt.
Die erste AH-Mannschaft feiert 1985 ihr zwanzig jähriges Bestehen.
1983/1984 belegt der S.V. Adler hinter Aufsteiger Rath Heumar und Mitkonkurrenten Dünnwald mit 42:18 Punkten den 3. Platz.
Im Jahre 1985 zeichnet sich ein Lichtblick ab. Nach langen und zähen Verhandlungen steht fest, dass unser Sportplatz im Jahre darauf instandgesetzt wird.
In der Saison 1985 belegt die erste Mannschaft einen Mittelplatz in der ersten Kreisklasse.
Im Jugendbereich vollzog sich eine Wende in der Führungsspitze. Der Alte (Ulrich Meißner) ging und nach einem kleinen Intermezzo von Herrn Sand (Viktoria 04) übernahm Herr Eberhard Scholz die Regie. Der Mitgliederbestand zeigt sich konstant bei 450  Mitgliedern.
1986 verzeichnet der S.V. Adler Dellbrück in der Fußballabteilung 2 Seniorenmannschaften, 2 AH-Mannschaften und 8 Jugendmannschaften. Der Vorstand vermeldet, die hartumkämpfte Instandsetzung der Platzanlage ist abgeschlossen.
Zur völlig neu aufgebauten Hauptspielfläche wurden 2 Trainingsplätze fertiggestellt, eine Trainingsbeleuchtung installiert, die Flutlichtanlage repariert und 12 neue Autoabstellplätze geschaffen.
Die erste Seniorenmannschaft entgeht mit knapper Mühe dem Abstieg. Mit 26:34 Punkten wird Platz 13 von 16 Mannschaften belegt. Die letzte Partie wurde nach einem Zitterspiel 2:0 gegen den SC Holweide gewonnen.
Das Jahr 1987 brachte sofort zu Beginn Probleme für den S.V. Adler Dellbrück. Das Clubheim, welches versicherungsmäßig als ''sturmfest" deklariert war, hatte einen nicht unerheblichen Sturmschaden (Beschädigung der Dacheindeckung), welcher uns zu Sofortmaßnahmen zwang. Die Noteindeckung sowie die Instandsetzung riss ein großes Loch in die Kasse und zwang uns, planerische Maßnahmen für den Aufbau eines Satteldaches zu treffen. Der Bauantrag wurde gestellt; die Baugenehmigung erteilt.
Zum Jahreswechsel ließt man in der Bilanz des Vereins: mit neuem Trainer Helmut Hansen vollzog sich der Umbruch. Mit jungen Talenten zu neuen Ufern, sprich Bezirksklasse.
Das Bauvorhaben VIP-Raum ist ebenfalls abgeschlossen. Dieser Raum, der in Eigeninitiative der 1. Alten Herren geplant und gebaut wurde, stellt eine weitere Bereicherung unseres Eigentums dar.
Die Aktivitäten zum Ausbau des Dachgeschosses werden weiterfortgeführt und der finanzielle Rahmen abgesteckt.
Was den Spielbetrieb im Seniorenbereich angeht musste man von einer vertanen Chance sprechen, noch nie waren wir in den letzten Jahren dem Aufstieg so nahe wie in der Saison 1987/1988.
Im Jahre 1987/88 beschäftigte sich der Vorstand mit der Erweiterung des Sportjugendheimes. Die weitergehende Baugenehmigung zur Erschließung der Nutzung des Dachgeschosses ist beantragt. Die Baukosten betragen nach vorläufigen Schätzungen 240.000,00 DM.
Die erste Mannschaft schließt die Saison 1988/89 mit einem Mittelplatz bei einem Punkteverhältnis von 31:33 ab. In der Rückrunde dieser Meisterschaft kündigte Trainer Hansen sein Trainerverhältnis auf.
Heinz Peter Katzemich übernimmt dieses Amt.
Die Jugendabteilung wird mit dem "Sepp Herberger Preis" ausgezeichnet.
Im Dezember des gleichen Jahres wird mit der Rohbaumaßnahme für die Erweiterung des Clubheims begonnen die dann am 23. März 1990 abgeschlossen ist. Die Arbeiten werden teils mit Firmen und teils durch Eigenleistung erbracht. Zu Erwähnen ist die Dacheindeckung, welche durch fachkundige Vereinsmitglieder und tatkräftige Hilfe der II. Seniorenmannschaft unter Führung von Rudi Mund erstellt wurde. Weiter sei der komplette Innenausbau erwähnt, welcher durch die Mitglieder Werner Kraus, Willi Schmelter, Helmut Breuer, Horst Goebel, Norbert Kohn, Dieter Plum, Ali Erfen, Lothar Kunz, Willi Kürten und Klaus Seifert erstellt wurde.
Mit der Baumaßnahme Satteldach/Erschließung zur Nutzung wird gleichzeitig ein sich an das Gebäude anschließender Grillstand geplant und ausgebaut. Die II. AH-Mannschaft übernimmt die komplette Dacheindeckung und Herr Scholz liefert die dazugehörige Eisenkonstruktion. Planerisch und die Bauleitung liegt die Maßnahme in den Händen des I. Vorsitzenden.
Wenige Spieltage der Saison 1989/90 übernimmt Dieter Heimerich das Training der ersten Mannschaft. Sportlich bewegt sich die Mannschaft wieder im oberen Tabellendrittel der Kreisliga A. Endstand 3. Tabellenplatz mit einem Punktekonto von 39:21.
In der Saison 1990/91 erweitert sich der Spielerkreis und es wird ganz oben mitgespielt.
Die Karnevalsfeier zum Elften im Elften entwickelt sich immer mehr zu einem festen Bestandteil des gesellschaftlichen Vereinslebens. Ebenso hat sich der Dellbrücker Gold-Kapp, welcher 1985 erstmalig ausgetragen wurde, fest etabliert.
Am 30. November 1990 feiert der S.V. Adler Dellbrück 1922 e.V. die Fertigstellung des Erweiterungsbaues mit 130 geladenen Gästen.
Auf der Jahreshauptversammlung 1991 wird Herr Ferdi Nieschalke zum Ehrenmitglied ernannt. Die höchste Auszeichnung des Fußballkreises Köln wird ihm im Rahmen des 70 jährigen Vereinsjubiläum überreicht.
In der Saison 1990/91 erweitert sich der Spielerkreis und es wird ganz oben mitgespielt.
1992 feiert der SV Adler Dellbrück feiert seinen 70. Geburtstag. Nach rund 15 Jahren Zugehörigkeit zur Kreisliga A schafft die I. Mannschaft in der Saison 91/92 den Aufstieg in die Bezirksliga. Trainer ist Dieter Heimerich. Gleichzeitig wird der SV Adler Dellbrück Kreismeister im Endspiel gegen den SC West.
In den Sommermonaten kommt es zum Vergleichskampf des SV Adler Dellbrück gegen das Oberliga Team von Viktoria Köln; Endstand 2: 4.
Am 19.09.1992 steigt der Pokalschlager gegen das Oberliga Team des 1. FC Köln; Endstand 0 : 4.
Am 15.10. feiert die II. Alte Herren ihr 30.jähriges Bestehen.

1992 bis heute

Zum Abschluss der Saison 1993 nimmt die I. Mannschaft Platz 10 in der Bezirksliga ein.
Mit Wirkung vom 07.03.1994 trennt sich der Vorstand von Trainer Dieter Heimerich und präsentiert als Nachfolger Toni Ley, der den drohenden Abstieg abwendet.
Am 06. Juli kommt es zu einem besonderen Höhepunkt in der Vereinsgeschichte des SV Adler Dellbrück 1922 e.V. Die I. Mannschaft spielt gegen die Bundesliga-Mannschaft des 1. FC Köln auf dem TV-Gelände. Endergebnis 8:0 für die Profis. Zuschauerrekord mit 2000 Besuchern.
Die Saison 1994/1995 bringt dem Verein den Aufstieg. Erstmals in der Vereinsgeschichte spielt Dellbrück in der Landesliga des Verbandes Mittelrhein.
Die erste Alte Herren feiert ihr 30jähriges Bestehen mit der letzten Auflage des Gold-Kapps.
Mit dem 01. Januar 1996 übernimmt der SV Adler Dellbrück als zweite Spielfläche die Platzanlage des Nachbarvereins SCB Preußen Dellbrück (vormals;: SC Viktoria Köln). Diese Übernahme ermöglicht dem Verein die Jugendarbeit weiter aufzubauen. Die Grundsanierung der Platzanlage von 77.000,-. DM übernimmt die Stadt Köln. Am 26.11.96 wurde mit der Maßnahme begonnen.
In der Saison 1995/1996 verpasst die Seniorenmannschaft den Aufstieg in die Verbandsliga nur knapp. Letztendlich fehlt ein Punkt. Die II. Mannschaft steigt in die Kreisliga B auf.
Am 31.08.96 veranstaltet der SV Adler Dellbrück ein Open Air Konzert auf dem Adler Sportgelände mit den "Paveiern".
Tony Ley trainiert die 1. Mannschaft in der Landesligasaision 1998.
Die I. Mannschaft spielt in den Jahren 20020und 2003 in der Bezirksliga weiterhin unter Tony Ley.
Unter den Trainern Rehm/Voss steigt die I. Mannschaft 2004 erneut in die Landesliga auf.
2005 steigt die erste Mannschaft unter Trainer Vis in die Bezirksliga ab. Ein Insolvenzverfahren wird eröffnet, welches mit viel Mühe durch einen Vergleich abgewendet werden kann.
Es folgen zwei weitere Abstiege 2006 und 2007 unter Andreas Gladbach steigt die I. Mannschaft bis in die Kreisliga B ab.
2009 folgt der dritte Abstieg in Folge. Mit Sina/Bäcker steigt die I. Mannschaft in die Kreisliga C ab.
Viele Spieler verlassen den Verein. Die 2. Mannschaft wird aus dem Spielbetrieb genommen. Trainer Hubert Wetzels 2010 übernimmt die schwere Aufgabe des Neuaufbaus.
2012 feiert die II. AH ihr 50 jähriges Bestehen.